Stierporträt WABAN

WABAN - sicher geprüft!

WABAN_Nachtzuchtgruppe

Als vor zwei Jahren die ersten Töchter von Waban abgekalbt haben, hatte niemand daran gedacht, dass sich dieser Wille–Sohn zur Nummer 1 der Nachkommen geprüften Fleckviehstiere hocharbeiten wird. Heute beruht sein Zuchtwert auf mittlerweile über 2000 Töchtern in Milch. Mit einem GZW von 142 behauptet Waban den Platz an der Spitze der Topliste.

 

 

Aus langlebiger Kuhfamilie

Gezüchtet wurde Waban vom Betrieb Sigl Ottilie und Josef in Steinbach an der Steyr. Er stammt aus der leistungsstarken Zahner-Tochter Gisela, die auch mit einem guten Exterieur auffiel. Seine Mutter Gisela ist eine Vollschwester zum Stier Zanetti. Die Basis für den Erfolg der G–Familie in der gemischtrassigen, leistungsstarken Herde der Familie Sigl wurde mit dem Zukauf der Großmutter von Waban gelegt. Die Rumba-Tochter Gerti wurde als ganz frisch abgekalbte Jungkuh auf der Versteigerung in Freistadt als Treuhandkauf durch den Verband für den Betrieb Sigl erworben. Die vitale, leistungsstarke Rumba–Tochter Gerti brachte 9 Kälber zur Welt und erreichte eine Lebensleistung von über 90.000 kg Milch.

 

Über 2000 Töchter in Milch

Waban wurde schon als EUROselect Jungstier in Deutschland und Österreich stark eingesetzt. Dies ist der Grund, weshalb heute bereits über 2000 Töchter abgekalbt haben. Die Töchter von Waban starten langsam in die Laktation. Sie zeichnen sich aber durch eine hervorragende Persistenz aus. Die flache Laktationskurve der Waban-Töchter ist die beste Voraussetzung für unkomplizierte Kühe, die auch alt werden können. Eine Stärke der Rasse Fleckvieh ist die gute Eutergesundheit. Waban zählt in diesem Merkmal zu den besten Vererbern. Die bisher in Österreich abgekalbten Töchter bestätigen mit einer durchschnittlichen Zellzahl von 61.000, dass Waban zu jenen Stieren zählt, die die Eutergesundheit nachhaltig verbessern. In Kombination mit einer passenden Melkbarkeit und etwas längeren Strichen kann Waban ganz gezielt zur Verbesserung der Eutergesundheit eingesetzt werden.

 

Gezielt anpaaren

Die Töchter von Waban überzeugen durch viel Kapazität und breite Becken. Sie haben trotz hoher Leistung eine ausreichende Bemuskelung. Die Töchter von Waban sind aber keine Ansatztypen. Bei der Anpaarung sollte der stärkere Winkel im Hinterbein und die etwas weichere Fessel berücksichtigt werden. Bisher gab es praktisch keine Abgänge wegen Fundamentproblemen bei den Waban–Töchtern. Sein Zuchtwert für Fundament von 89 bei über 500 beschriebenen Töchtern soll bei der Anpaarung beachtet werden. Optimal können Anpaarungen auf Töchter von Ivan, Hurly oder Manigo sein. Die Euter der Töchter von Waban sind im Voreuterbereich etwas kürzer. Sehr positiv fallen die guten Zentralbänder auf. Dies ist die beste Voraussetzung, dass die Euter lange halten.

 

Wer die Stärken und Schwächen von Waban in der Anpaarung berücksichtigt, kann mit Waban die Basis für unkomplizierte, produktionsstarke Kühe in der eigenen Herde legen.

DI Dr. Josef Miesenberger

 

 

WABAN - Entwicklung GZW

April 2016

August 2016

Dezember 2016

April 2017

August 2017

Dezember 2017

April 2018

 

 

GZW 124

GZW 128

GZW 133

GZW 139

GZW 139

GZW 147

GZW 142

WABAN - Fitnesszuchtwerte

Fitnesswert

Nutzungsdauer

Persistenz

Zellzahl

Eutergesundheit

Fruchtbarkeitswert

 

(ZWS April/18)

125

123

121

124

123

112