Beta-Kasein in der Milch

Seit einiger Zeit wird das Thema A2-Milch ausgehend von Neuseeland und Australien, auch in Europa stärker diskutiert. Hintergrund dieser Thematik ist der Eiweißbaustein Beta-Kasein der in unterschiedlichen Varianten in der Natur vorkommt und einen Einfluss auf die Verträglichkeit der Milch haben soll.

Die Milch setzt sich zum größten Teil aus Wasser, Milchzucker, Milchfett und Eiweiß zusammen. Der Rest sind Spurenelemente und Vitamine. Das Eiweiß in der Milch spaltet sich in Kaseine (alpha, beta, gamma, kappa) und Molkenproteine (Albumine, Globuline) auf. Das Beta-Kasein kommt in unterschiedlichen Genotypen vor, unter anderem in den Varianten: A1/A1, A1/A2 bzw. A2/A2. Der Unterschied zwischen dem A1-Typ und dem A2-Typ liegt lediglich in einer einzigen Aminosäure.

Es gibt Vermutungen, dass Milch die in der A2/A2 Form vorliegt besser verträglich ist und es einen Zusammenhang zwischen dem Typ A1 und einigen Zivilisationskrankheiten geben könnte. Diese Thematik ist allerdings noch unzureichend mit Forschungsarbeiten hinterlegt. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gelten diese Annahmen als nicht gesichert und es können keine eindeutigen Aussagen getroffen werden.

Es liegt im Ermessen jedes einzelnen Landwirtes, ob er die unterschiedlichen Beta-Kasein Varianten bei der Anpaarung berücksichtigen möchte.


Wir bemühen uns, möglichst alle unsere Stiere auf Beta-Kasein untersuchen zu lassen. Bei den derzeit angebotenen Stieren finden Sie das Ergebnis in der Detailansicht.

Nachfolgend steht eine Liste mit allen auf Beta-Kasein untersuchten Stieren zum Download: