Österreich und Deutschland einigen sich auf eine Neuregelung der Namensgebung für Herdebuchstiere
Die Anfangsbuchstaben der Besamungsstiere sollten die Linienzugehörigkeit anzeigen und somit für den Züchter eine Hilfe zur Vermeidung von Inzuchtpaarungen sein. Die Praxis der Namensgebung in den letzten beiden Jahrzehnten hat dazu beigetragen, dass dies für den Züchter immer schwieriger wird.
So führen einerseits einige voneinander unabhängige Linien denselben Anfangsbuchstaben, wie zum Beispiel die Linien ROMULUS und REDAD oder die Linien HOREX, HUSS und PERUTZ (HUMBERG).
Andererseits täuschen die Umbenennungen einzelner dominanter Stierväter eine Linienvielfalt vor, die es gar nicht gibt, wie zum Beispiel die Umbenennung der REGIO-Söhne auf "I", der RANDY-Söhne auf "V" oder der meisten HORWEIN-Söhne auf "W".
Ziel der neuen Namensgebung , auf die sich Deutschland und Österreich einigten, ist es, dass jeder am Anfangsbuchstaben erkennt, ob die Tiere zur selben Linie oder Unterlinie gehören. Damit soll mit der Namensgebung dem Züchter langfristig wieder eine Hilfestellung in der Vermeidung von Verwandtenpaarungen in die Hand gegeben werden.
Wo besteht Handlungsbedarf?
Ein Großteil der Linien, wie z.B. BAYER, HAXL usw. ist von der Neuregelung nicht betroffen. Bei den Linien ROMULUS, STREIK sowie ZANDER besteht nur geringer Handlungsbedarf. Am notwendigsten sind die Änderungen bei den Linien HOREX, REDAD und PRÄFEKT. Eine Aufteilung der Letztgenannten in Unterlinien wird als sinnvoll erachtet.
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